Lokale Agenda 21

Auf dem Umweltgipfel in Rio unterschrieben 1992 insgesamt 170 Staaten ein globales Umwelt- und Entwicklungsprogramm für das 21. Jahrhundert, die „Agenda 21“. Der Begriff „Agenda“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Was zu tun ist“.

Damit hat sich die Politik international auf das Ziel der nachhaltigen Entwicklung festgelegt. Bei der Umsetzung weist die „Agenda 21“ den Städten und Gemeinden eine zentrale Rolle zu. Dahinter steht das Verursacherprinzip und die Erkenntnis, dass Umweltzerstörung trotz ihrer weltweiten Auswirkungen vorrangig dort stattfindet, wo Menschen ihren Lebens- und Wirtschaftsmittelpunkt haben. Also dort, wo produziert, gebaut, gewohnt, geheizt, gekocht und am Verkehr teilgenommen wird.

Die Städte und Gemeinden sind aufgefordert, sich gemeinsam mit ihren Bürgern auf eine „kommunale Agenda 21“ zu einigen und durch ihr politisches Handeln eine dauerhaft tragfähige Entwicklung zu ermöglichen. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören der Schutz der Erdatmosphäre, umweltverträgliches Wirtschaften, Verteilungsgerechtigkeit und die Veränderung von Konsumgewohnheiten.

Der Münchner Stadtrat beschloss im Jahr 1995 einstimmig die Erstellung und Umsetzung der „Münchner Agenda 21“.