Shrimps

In den letzten 20 Jahren wurden Shrimps bei uns immer beliebter. Die industrielle Shrimpszucht hat sich deshalb in Asien, Mittel- und Südamerika enorm ausgeweitet. Mangrovenwälder werden abgeholzt, um Platz für die riesigen Zuchtbecken zu schaffen.

Shrimpszucht ist Massentierhaltung. Grosse Mengen an Antibiotika, Pestiziden und Desinfektionsmitteln werden eingesetzt um ansteckende Krankheiten in den Griff zu bekommen. Die Chemikalien reichern sich im Boden an. Nach etwa fünf Jahren brauchen die Züchter neue Flächen für die Becken. Die angestiegene Salzkonzentration im Boden und im Grundwasser macht auch eine landwirtschaftliche Nutzung unmöglich. Die aufgegebenen Flächen sind für die lokale Bevölkerung unbrauchbares und verlorenes Land.

Die Shrimpsindustrie zieht weiter. Die nächsten Mangrovenbestände müssen neuen Zuchtbecken weichen.

Die Münchner verspeisen jährlich circa 230 Tonnen Shrimps. Alle fünf Jahre sind hierfür bis zu 43 Hektar Zuchtbecken erforderlich. Hätten die Münchner für ihren Shrimpsverzehr die benötigten Flächen zur Verfügung stellen müssen, so müssten sie seit 10 Jahren z.B. auf den Hirschgarten (40 Hektar), seit 5 Jahren auf die Theresienwiese (42 Hektar) und ab 2005 auf die blühenden Wiesen (43 Hektar) der BUGA dauerhaft verzichten.