Gold: Fortsetzung

Noch wird ein Großteil des Goldes in Südafrika, Peru, Sibirien und den USA abgebaut. Inzwischen ist auch die Natur von Venezuela, Ecuador, Indonesien, Ghana und vielen anderen tropischen Ländern durch Goldminen bedroht. Es werden Steuern und Abgaben gesenkt, Minengesetze geändert und Umweltauflagen außer Kraft gesetzt, um ausländische Firmen anzulocken. Goldsucher und Minenfirmen dringen bis in die abgelegendsten Gebiete vor, um die steigende Goldnachfrage zu befriedigen. In zwanzig Jahren wird die Hälfte des Goldes aus Gebieten kommen, die von indigenen Völkern bewohnt und genutzt werden.

Eigentlich müsste heute gar kein Gold mehr abgebaut werden. Würde man die Reserven aller Staatsbanken auf den Markt bringen, könnte der Goldabbau auf ein Minimum reduziert, wenn nicht sogar für Jahre ausgesetzt werden. Auch der internationale Währungsfond IWF verfügt über große Goldvorräte. Schon vor Jahren hatte er vorgeschlagen, fünf Prozent im Wert von 40 Milliarden Dollar zu verkaufen und für den Schuldenabbau der Entwicklungsländer einzusetzen. Dieser Vorschlag scheiterte seinerzeit vor allem auch an der deutschen Regierung und der Bundesbank.